| tado° X | FRITZ!DECT 302 | |
|---|---|---|
| Ökosystem | Matter/Thread, eigene Bridge, Apple/Google/Alexa | FritzBox (DECT), keine extra Bridge nötig |
| Voraussetzung | tado° Bridge X (im Starter-Set) | FritzBox mit DECT |
| Abo | Komfort-Features teils per Auto-Assist-Abo | Kein Abo |
| Display | Kein Display am Gerät (LED) | E-Paper-Display, gut ablesbar |
| Geofencing | Ja (App/Abo) | Nein (Zeitpläne über FritzBox) |
| Fenster-offen | Automatisch | Temperatursturz-Erkennung |
| Batterie | Akku/Batterie, ~1 Jahr | 2× AA, sehr lange Laufzeit |
| Montage | Werkzeuglos, M30-Adapter | Werkzeuglos, M30-Adapter |
Das tado° X setzt voll auf Matter über Thread und funkt über die eigene Bridge X – damit bist du herstellerunabhängig und kannst Apple Home, Google Home und Alexa parallel nutzen. Das FRITZ!DECT 302 bleibt bewusst im AVM-Kosmos: Es koppelt per DECT direkt an die FritzBox, braucht dafür aber auch keine zusätzliche Hardware.
Das DECT 302 kostet weniger und verursacht null Folgekosten. Beim tado° X kommt fürs erste Setup die Bridge dazu, und einzelne Komfort-Automatiken stecken hinter dem optionalen Auto-Assist-Abo. Wer nur morgens warm und nachts kühl will, zahlt bei AVM deutlich weniger.
Am Heizkörper punktet AVM mit dem E-Paper-Display samt Soll-Temperatur auf einen Blick. tado° verlagert fast alles in die sehr gute App – am Gerät selbst siehst du wenig. Beide regeln zuverlässig; tado° wirkt moderner, AVM unaufgeregter.
Ja. Heizpläne, manuelle Steuerung und die Grundautomatiken funktionieren ohne Abo. Das optionale Auto-Assist-Abo ergänzt Geofencing-Automatik und erweiterte Fenster-offen-Reaktion – praktisch, aber kein Muss.
Ja. Das Thermostat koppelt per DECT-ULE direkt an eine FritzBox mit aktueller FritzOS-Version. Ohne FritzBox ist das tado° X (oder ein anderes Bridge-System) die bessere Wahl.
Technisch ja – über Matter lässt sich tado° X neben AVM-Geräten in einer Zentrale wie Apple Home betreiben. Praktisch fährst du aber am entspanntesten, wenn alle Heizkörper eines Haushalts dasselbe System nutzen.
Der direkte Vergleich hilft nur begrenzt, solange nicht klar ist, wie du das Gerät tatsächlich nutzt. Diese vier typischen Situationen decken die meisten Fälle ab:
Klarer Fall fürs FRITZ!DECT 302: Die FritzBox steht ohnehin da, jedes Thermostat koppelt in unter zwei Minuten per DECT, und du zahlst keinen Cent extra für Bridge oder Abo. Bei vier Heizkörpern sparst du gegenüber tado° schnell 80–120 Euro.
Hier spielt das tado° X seine Stärke aus: Über Matter/Thread landet jedes Thermostat direkt in Apple Home, lässt sich in Szenen einbinden („Gute Nacht“ senkt alle Räume) und per Siri steuern. Das DECT 302 kann das prinzipbedingt nicht.
Beide sind werkzeuglos montiert und mietwohnungstauglich. Das DECT 302 ist beim Umzug allerdings wertlos, wenn in der neuen Wohnung keine FritzBox steht – tado° nimmst du mit und koppelst es an jedes WLAN.
tado° X mit Auto-Assist: Das System erkennt per Handy-Standort, ob jemand zuhause ist, und heizt nur dann. Beim DECT 302 arbeitest du mit festen Zeitplänen – funktioniert, verlangt aber Disziplin beim Nachjustieren.
Rechenbeispiel für vier Heizkörper: Beim FRITZ!DECT 302 zahlst du ausschließlich die vier Thermostate, eine FritzBox ist vorausgesetzt. Beim tado° X kommt einmalig die Bridge X dazu; die Auto-Assist-Automatik ist optional und läuft im Abo. Über drei Jahre gerechnet bleibt AVM die günstigere Lösung, sofern du keine standortbasierte Automatik brauchst. Beide sparen laut Verbraucherzentrale-Angaben durch Nachtabsenkung und bedarfsgerechtes Heizen realistisch 8 bis 15 Prozent der Heizenergie – der Unterschied zwischen den Systemen ist dabei kleiner als der Unterschied zwischen „smart“ und „gar nicht geregelt“.
Beide Systeme regeln weiter: Die Thermostate speichern ihren Zeitplan lokal und arbeiten auch ohne Verbindung. Nur App-Steuerung und Fernzugriff fallen aus – das DECT 302 bleibt über die FritzBox im Haus sogar steuerbar.
Ja, beide erkennen Temperaturstürze automatisch. tado° X kann zusätzlich echte Fensterkontakte über Matter einbinden, AVM koppelt FRITZ!DECT-Fensterkontakte an dieselbe Zentrale.
Beide geben beim Verstellen ein kurzes Surren von wenigen Sekunden ab. Im Schlafzimmer fällt das nur auf, wenn die Absenkung mitten in der Nacht liegt – in dem Fall die Schaltzeiten auf den frühen Abend legen.
Wir prüfen technische Daten und Preisrahmen regelmäßig und aktualisieren den Beitrag bei relevanten Änderungen – etwa neuen Modellgenerationen oder geänderter Ausstattung. Das Datum oben im Beitrag zeigt den letzten Stand.
Wir stützen uns auf Herstellerangaben, technische Daten, ausgewertete Nutzerbewertungen und eigene Praxiserfahrung. Wo wir ein Gerät nicht dauerhaft selbst im Einsatz hatten, formulieren wir entsprechend zurückhaltend.
Hast du eine FritzBox und willst einfach zuverlässig heizen, nimm das FRITZ!DECT 302 – keine Bridge, kein Abo, alles läuft über den Router. Willst du plattformübergreifende Smart-Home-Automatik mit Matter, Apple Home und Fenster-offen-Erkennung, ist das tado° X die modernere, aber teurere Wahl.
Ausführliche Einzeltests: tado° X im Test · FRITZ!DECT 302 im Test